PARKSTADT MÜLHEIM

Die städtebauliche Setzung durch aufgelockerte Blockstrukturen schafft einen neuen Zusammenhang zwischen der bestehenden Bebauung des Umfelds und dem monolithischen Bestandsgebäude der historischen „Schokoladenfabrik“. Durch die Quartiersstraßen entwickeln sich zwei klare Sichtachsen zum Bestand, hier entsteht durch die Aufweitung des offenen Raums an der Schnittstelle zum Altbau-Ensemble ein neues Zentrum mit Cafés und Ladengeschäften. Dieses Zentrum lässt eine der Größe des Quartiers angemessen bemessene Dichte und daher lebenswerte und funktionierende Urbanität zu. Der öffentliche Park aus bestehenden und neuen grünen Freiräumen durchzieht das Quartier von Westen nach Osten und leistet eine Aufenthalts- und Durchwegungsmöglichkeit für den ganzen Stadtteil. Weiterhin werden durch die Setzung von „Ankergebäuden“ städtebaulich besondere Punkte markiert, die mit Ziegelmauerwerk gestaltet werden und so die Brücke zum Bestand schlagen. Der Charakter des öffentlichen Parks wird geprägt durch ein Gewässerkonzept aus verschiedenen Wasserflächen. Der Park funktioniert als städtebaulicher Baustein sehr gut. In den Wohnblöcken entstehen große Wohnhöfe, die jeweils (fast) eigene kleine privatere Parks ausbilden. Die aufgebrochenen Blockstrukturen sind interessant und lassen eine Vielfalt der architektonischen Ausformulierung und Bautypen zu. Die Fassaden der neuen Gebäude sind im Material an den Materialien des Altbau-Ensembles angenähert und sind aus Ziegel und hellem Putz ausformuliert. Der Umgang mit dem Bestand auf städtebaulicher Ebene, aber auch mit der architektonischen Körnung und Materialität beweist ein sensibles Verständnis für den existierenden Ort.

DATEN
Status
: 3. Platz, geladener Wettbewerb, 2021
Programm: Wohn, Schule, Gewerbe, Tiefgarage
Fläche: 115.000m²
Ort: Mülheim, Deutschland

AUFTRAGGEBERIN
Soravia Investment Holding GmbH

LEISTUNG
Städtebau

LANDSCHAFTSPLANUNG
SIMMA ZIMMERMANN LandschaftsarchitektInnen

S.E.A. TEAM
Edoaro Barbato, Caroline Heidlauf, Thomas Kügerl, Adriano Brüstle, Laura Calbucura

VISUALISATION
Bokeh Design

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