Schrems (Schrems 2018 - 2020, 1. Preis Generalplanerwettbewerb mit F+P Architekten ZT GmbH)

Die städtebauliche Idee entwickelt sich aus der Fortsetzung der Baufluchtlinie des Schlosses entlang der Budweiser Straße. Der Baukörper wird bewusst durch Einschnitte strukturiert und fügt sich so in harmonischer Weise mit der neu geschaffenen Maßstäblichkeit in das inhomogene Bebauungsgebiet nördlich des Schlosses. Der erste Einschnitt an der Budweiser Straße wird bewusst so gesetzt, dass er dem Annex des Schlossgebäudes eine neue Bedeutung und Aufwertung aus denkmalpflegerischer Sicht bringt. Im Ensemble mit dem Neubau formt sich ein kleiner Vorplatz zum straßenseitigen Haupteingang und vermittelt so die Harmonie zwischen Alt und Neu. Die Höhenentwicklung geht von einem zwei geschossigen zentralen Bau in den drei geschossigen Schülerheimtrakt über. Mit dem Neubau und dem Bestand werden Sequenzen von Innenhöfen geschaffen, die sich bis in den historischen Schlosshof hin fortsetzten. Architektonisch wird ein möglichst zarter leichter gläserner Anschluss an das Schloss vorgesehen. Eine transparente Verbindungsbrücke, die die Bewegung im Gebäude nach Außen kommuniziert. Die Fassadenkomposition entwickelt sich aus der Rhythmik des Schlosses, die in einer Neuinterpretation dieses Thema weiterführt. Die Materialität setzt den urbanen Charakter des Schlosses fort. Die architektonische Monotonie des Mittelgangs wird durch Einschnitte und mit mit Lufträumen verbundene Oberlichten gebrochen. An diesen Stellen sind Sitznischen angebracht, die die Kommunikation fördern. Es gibt keine dunklen Räume. Wohnbereiche können kommunikativ angelegt sein, während die Zimmer als Rückzugszonen dienen.