Am langen Felde (Wien 2019-2022, Wohnbau)

Das Gebäude besteht aus zwei versetzt aneinandergrenzenden Baukörpern, deren Sockel sich farblich und durch eine höherwertige Materialqualität von den Obergeschoßen abheben. Zum Straßenraum der Quartiersgasse hin öffnet sich die Erdgeschoßzone mit großzügigen Glasflächen um einladend zu wirken. Die dortigen Allgemeinflächen können durch die offene Grundrissgestaltung und Orientierung zur Quartiersgasse, in Zukunft leicht für andere Nutzung adaptiert werden. Hier befindet sich ebenfalls ein Heim des Fond Sozialen Wiens für temporäres Wohnen. Im 4-geschoßigen Bauteil werden Freibereiche nur durch Loggien geschaffen, in denen sich die Farbe des Sockels wiederspiegelt. Der 7-geschoßigen Bauteil wird durch Balkone unterschiedlicher Tiefen strukturiert. Auf den Balkonen ist an einer Seite jeweils ein Pflanztrog integriert, der die Bewohner dazu anregt das Gebäude zu begrünen und als grüner Sichtschutz zum benachbarten Balkon dient. Der Hauptzugang erfolgt über die Quartiersgasse, ein Durchgang durch das Gebäude zum Wohnhof ist ebenfalls möglich. Diese Zugänge sind in das Gebäudevolumen eingeschnitten um den Haupteingang zu markieren und um eine überdachte Situation zu schaffen. Am Dach des 4-geschoßigen Bauteils befindet sich eine gemeinschftlich nutzbare Dachterrasse, die von beiden Stiegenhäusern erschlossen wird. Bei den Wohnungen wurde darauf Wert gelegt, dass eine spätere Adaption bzw. Zusammenlegung von Zimmern und Wohnungen technisch leicht möglich ist.